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Der demografische Wandel macht sich auch in der Badplanung immer stärker bemerkbar. Sowohl bei Neubauten als auch bei Modernisierungen spielt das Thema Barrierefreiheit eine zentrale Rolle. „Besonders gefragt sind dabei ebenerdige Lösungen“, berichtet Geschäftsführerin Antje Pederzani vom gleichnamigen Badkontor: „Die Nachfrage nach barrierefreien Badezimmern ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.“

Im Erdgeschoss lassen sich bodengleiche Duschen in der Regel unkompliziert umsetzen. Ab der ersten Etage hingegen müssen Faktoren wie Ablauftechnik, notwendiges Gefälle sowie gegebenenfalls der Einsatz von Hebeanlagen oder Pumpensystemen sorgfältig geprüft werden. Eine frühzeitige und fachgerechte Planung ist hier entscheidend.

Walk-in-Dusche für barrierefreies Bad

Die Möglichkeiten moderner, barrierefreier Badezimmer sind heute vielfältiger denn je. Besonders beliebt sind sogenannte Walk-in-Duschen. Diese offenen Duschlösungen verzichten auf klassische Duschkabinen oder hohe Einstiege und sorgen nicht nur für mehr Komfort und Bewegungsfreiheit, sondern auch für eine moderne, großzügige Optik.

Grundsätzlich gilt jedoch: Je mehr Platz zur Verfügung steht, desto flexibler lässt sich das Badezimmer gestalten. Gerade bei kleineren Grundrissen ist eine präzise Planung wichtig. Wenn beispielsweise der Abstand zwischen Dusche und Toilette zu gering ausfällt, müssen individuelle Anpassungen vorgenommen werden. Auch ausreichend Bewegungsfläche für Rollatoren oder Rollstühle wird in Beratungsgesprächen zunehmend häufiger thematisiert.

Hohes oder tiefes Waschbecken

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Gestaltung des Waschplatzes. Klassische Waschtischunterschränke sind für Rollstuhlfahrer oftmals ungeeignet, da sie die notwendige Unterfahrbarkeit verhindern. Stattdessen sollten Waschbecken so geplant werden, dass ausreichend Beinfreiheit vorhanden ist. Dabei spielen auch die richtige Höhe und Tiefe des Beckens eine wichtige Rolle. Ebenso entscheidend ist die Positionierung von Spiegeln, eine blendfreie Beleuchtung sowie gut erreichbare Armaturen.

Schöne und praktische Hilfsmittel

Darüber hinaus lohnt sich ein genauer Blick auf sinnvolle Accessoires und unterstützende Hilfsmittel im Badezimmer. Beleuchtete und flexibel einsetzbare Kosmetikspiegel erhöhen den Komfort im Alltag erheblich. Auch Detailfragen werden immer relevanter: Sollte die Toilette erhöht montiert werden? Sind zusätzliche Haltegriffe an Wand oder Dusche sinnvoll? Welche Lösungen bieten langfristig Sicherheit und Komfort?

Moderne Dusch-WCs immer beliebter

Immer beliebter werden zudem moderne Dusch-WCs. Viele Kunden kennen diese bereits aus dem asiatischen Raum, wo sie seit Jahren selbstverständlich zum Alltag gehören. Durch das gestiegene Hygienebewusstsein wächst inzwischen auch hierzulande die Nachfrage deutlich. Dusch-WCs verbinden Komfort, Hygiene und Barrierefreiheit auf besonders elegante Weise.

Verschiedene Strahlarten für Wellness

Auch im Bereich Dusche selbst sind die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt. Ob großzügige Regendusche, klassische Handbrause, Kneippschlauch oder Schwallbrause für Rücken und Nacken. Moderne Systeme bieten unterschiedlichste Strahlarten und individuelle Wellnessfunktionen. Für zusätzliche Sicherheit empfiehlt sich zudem eine rutschhemmende Beschichtung von Duschflächen oder Bodenbelägen, um das Risiko von Stürzen deutlich zu reduzieren.

Barrierefreie Badezimmer vereinen Funktionalität, Sicherheit und modernes Design. Sie schaffen nicht nur mehr Komfort im Alltag, sondern ermöglichen vielen Menschen ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden, auch unabhängig vom Alter.